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Vorgehen bei einer Zahnimplantation - Implantologie - ZahnarztAubing

1. Die Vorbereitung

Eine erfolgreiche Versorgung mit Zahnimplantaten bedarf immer einer vernünftigen Planung. Vor dem Eingriff gilt es immer zu klären:

  • Wie breit ist der Kiefer?
  • Wie hoch ist der Kiefer?
  • Wieviel Platz haben wir für das Implantat?
  • Ist das Zahnfleisch in einem entzündungsfreien Zustand?
  • Sind die restlichen Zähne gesund und frei von Karies?
  • Gibt es sonstige Gründe, die gegen ein Zahnimplantat sprechen können?
Bildgebende Diagnostik

Es muss exakt vermessen werden, wieviel Platz im Kieferknochen für die Implantate zur Verfügung steht. Für die Bestimmung von Höhe und Breite des Kiefers sowie der Knochenqualität stehen uns verschiedene Methoden zur Verfügung.

Orthopantomogramm (OPG)

Für ganz einfache Implantationen reicht ein zweidimensionales Röntgenbild (OPG) oft aus, um die Platzverhältnisse im Kiefer einschätzen zu können. Die Knochenhöhe kann hier gemessen werden, jedoch liefert ein OPG keine Informationen über die Breite des Knochens. Weitere Informationen lassen sich nur durch dreidimensionale Röntgenbilder bekommen.

Digitale Volumentomografie (DVT)

Wir verfügen über die Möglichkeit, vom Kiefer auch dreidimensionale Röntgenbilder zu machen. Dies ermöglicht uns, auch die Breite des Operationsgebietes genau zu bestimmen. Die Planung des richtigen Implantattypes, sowie Länge und Durchmesser des in Frage kommenden Implantates kann somit vor dem Eingriff sehr genau vorgenommen werden.

Modellanalyse

Gipsabdrücke liefern uns vorab eine detailgenaue Einschätzmöglichkeit der späteren prothetischen Situation. In Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker analysieren wir die Gebisssituation vorab und erhalten somit weitere Informationen über mögliche Implantatpositionen, die individuelle Verzahnung des Patienten sowie verschiedene Varianten des später möglichen Zahnersatzes.

Bohrschablonen

Bei engen Platzverhältnissen oder von der Achse her ungünstig stehenden Nachbarzähnen können wir auf die Verwendung von Bohrschablonen zurückgreifen. Dabei handelt es sich um technische Hilfsmittel für den Zahnarzt, mit denen die Implantate in der richtigen Richtung und auch exakt an den vorausgeplanten Stellen gesetzt werden können.

Eine Bohrschablone wird stets nach einer vorausgegangenen röntgenologischen Vermessung sowie der Planung des späteren Zahnersatzes, z. B. anhand von Gipsmodellen, hergestellt.

Sie besteht aus einer durchsichtigen Kunststoffplatte, die während der Implantation auf den Kiefer aufgesteckt wird. Ein dünnes Metallröhrchen dient als Führungshülse, durch die der Zahnarzt die Bohrinstrumente in exakt vorbestimmter Richtung und Neigung auf den Knochen zubewegen kann.

2. Die Operation

Die eigentliche Implantation findet unter einer lokalen Betäubung statt. Das bedeutet, der Patient kommt zu uns in die Praxis und kann direkt nach der Behandlung wieder nach Hause gehen. Ein stationärer Aufenthalt ist nicht erforderlich.

Eine lokale Betäubung ist absolut ausreichend und auch immer einer Behandlung unter Vollnarkose vorzuziehen. Der Patient ist während der Behandlung wach und somit ist eine Kommunikation während des Eingriffes jederzeit möglich. Sollte sich der Patient nicht wohlfühlen, kann das Behandler-Team entsprechend sofort darauf reagieren.

Wenn der Kiefer taub ist, kann mit der Behandlung begonnen werden. Zunächst wird der Kieferknochen freigelegt, indem das Zahnfleisch ein wenig zur Seite geklappt wird.

Mit rotierenden Instrumenten wird der sogenannte Bohrstollen aufbereitet. Im Prinzip passiert nichts anderes, als dass ein Loch gebohrt wird, in welches später das Implantat eingeschraubt wird. Sitzt das Implantat vollständig im Knochen, wird es mit einer kleinen Schraube abgedeckt.

Zur Kontrolle der exakten Position des Implantates wird ein Röntgenbild angefertigt und das Zahnfleisch kann wieder dicht zugenäht werden.

3. Die Nachsorge

Wenn wir unsere Patienten zu Zahnimplantaten beraten, werden wir sehr häufig gefragt: ​

Wie geht es mir nach dem Eingriff? ​

Eine Implantation ist immer mit einer Wundsetzung verbunden. Die Schleimhaut erfährt meist eine leichte Schwellung. Nach etwa 4 Tagen ist diese initiale Wundreaktion meist wieder abgeklungen. Grundsätzlich versorgen wir alle unsere Patienten mit Schmerzmedikamenten für mehrere Tage, die meisten Patienten berichten uns jedoch, dass sie nur 1 oder 2 Mal die Tabletten genommen haben um z. B. eine ruhige Nacht zu haben und dann schon gar keine weitere Medikation erforderlich war.

Wann kann ich wieder arbeiten? ​

Oder auch: „Wie lange bin ich dann außer Gefecht?“ werden wir oft gefragt. Meist bleiben unsere Patienten am Tag der Operation zu Hause, sind jedoch am nächsten Arbeitstag wieder einsatzfähig. Dies ist aber bei jedem Patienten individuell zu entscheiden und natürlich auch von der Art des ausgeübten Berufes abhängig.

Wie lange muss ich mich schonen? ​

Alles, was mit einer raschen Blutdrucksteigerung in Verbindung steht (Sport, schwere Kisten heben etc.) sollte ca. 1 Woche lang unterlassen werden. Dadurch kann vermieden werden, dass kleine Äderchen im Bereich der Wunde aufplatzen und es zu Nachblutungen kommt. In der letzten Zeit gibt es in immer mehr Fitnessstudios die neuen Powerplate-Geräte. Untersuchungen lassen vermuten, dass die Benutzung dieser Rüttelplatten für die Osseointegration der Zahnimplantate kontraproduktiv ist. Daher sollte in der Einheilphase (ca. 3 Monate ab OP-Termin) auf die Benutzung von Powerplates verzichtet werden.

Worauf muss ich beim Zähneputzen achten? ​

Wichtig ist, dass die Zähne nach wie vor gesäubert werden, damit die Keimzahl in der Mundhöhle möglichst gering gehalten werden kann um das Risiko einer Wundinfektion zu vermeiden. Meist verwenden unsere Patienten für den Bereich des operierten Kiefers einfach eine etwas weichere Zahnbürste und kommen damit recht gut zurecht.

Nahtentfernung

Nach etwa 10 Tagen können die Nähte entfernt werden. Weitere Kontrolltermine während der Einheilphase (ca. 3 Monate) sind dann meist nicht mehr erforderlich. Nach der Einheilphase, wenn die Implantate fest mit dem Knochen verwachsen sind, können diese mit dem Zahnersatz versorgt werden. Es ist wichtig, dass die Implantate nicht zu früh belastet werden, da dies das Verlustrisiko erhöhen würde.

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